Der Philips 499P9H

Ein Curved SuperWide-LCD-Display im 32:9 Format

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Extra breiter Monitor für effizientes Arbeiten im Office

04.09.2020 | Meine Bewertung:

Holpriger Start mit Happy End

Wieso überhaupt vom zwei Monitor Setup wechseln? Ganze einfach: Die Ränder der beiden 24 Zoll Monitore sind immer im Weg und generell an der falschen Stelle. Egal ob ein Montior mittig und der andere seitlich ausgerichtet ist, oder beide Monitore "curved-ähnlich" positioniert sind: Die Displayränder stören. Und warum ein Philips? Philips war zum Zeitpunkt des Kaufs der einzige mit einem in die Docking-Station integriertem LAN-Anschluss. So kann ich mit einem USB-C Kabel die komplette Peripherie (Display, Tastatur, Maus, Internet) zum Notebook verbinden und dieses gleichzeitig laden. Nach anfänglichen Hürden, bin ich nun zufrieden.

Stärken

  • integrierte USB-C Docking-Station mit LAN Anschluss
  • integrierte Windows Hello Kamera
  • integrierte Lautsprecher
  • Stromversorgung des Laptops über USB-C möglich
  • 2 x USB 3.0, davon 1 x Powered

Schwächen

  • Videos in Browsern werden nur bei passender Fensterbreite korrekt wieder gegeben
  • Netzwerkkarte muss mit statischer IP-Adresse konfiguriert werden, ansonsten ist die Verbindung nicht stabil
  • Leichte Erschütterungen am Schreibtisch übertragen sich extrem auf den Monitor, was zu starkem Wackeln führt.
  • Logitech Unifying USB-Empfänger muss über Kabel mit Monitor verbunden werden, da die direkte Kopplung zu Störungen bei der Übertragung führt und die Maus dadurch ruckelt.

Modifikationen

Behebung der Schwächen

Die genannten Schwächen konnten durch entsprechende Anpassungen größtenteils behoben werden:

Vor der Wiedergabe von Videos im Browser achte ich darauf, dass das Browserfenster nicht zu breit ist, da sich sonst solche Bilder ergeben:

Es ist zwar lästig, aber man gewöhnt sich daran, den Browser auf die richtige Breite einzustellen. Dieses Verhalten tritt vermutlich in Verbindung mit der integrierten Intel Grafikkarte meines Huawei Matebook X Pro auf. Deaktiviere ich die Intel UHD Graphics 620 Grafikkarte, so wird die NVIDEA Grafikkarte verwendet und die Videos werden ohne Probleme korrekt angezeigt.

Bei Verwendung von DHCP stört die Netzwerkkarte anscheinend mein Netzwerk, da der Switch gelegentlich "abstürzt" (was vor Verwendung des Monitors nie der Fall war) und erst nach Neustart wieder funktioniert. Seit ich eine feste IP Adresse vergeben habe, tritt dieses Verhalten am Switch nicht mehr auf.

Zum Wackeln: Zugegeben, mein Schreibtisch ist nicht gerade hochwertig. Allerdings begann der Monitor bereits zu Wackeln, sobald man auf der Tastatur das Tippen anfing. Daher habe ich nun den Monitor vom Schreibtisch durch eine entsprechende Unterlage vor Vibrationen geschützt.

Zu meinem Büro-Setup gehören schon immer Eingabegeräte von Logitech. Einen ausführlichen Bericht dazu, werde ich in den kommenden Wochen verfassen. Zunächst habe ich den Logitech Unifying USB-Empfänger direkt am USB Anschluss des Monitors eingesteckt. Zwischendurch hatte ich immer wieder mit einer ruckelnden Maus zu kämpfen. Auch der Tausch des Empfängers oder der Maus brachte keine Verbesserung. Ein Test am USB Port des Laptops zeigte, dass die Kombination einwandfrei funktioniert. Es musste also an einer anderen Störquelle liegen. Um die mangelnde Performance der USB-C Verbindung ausschließen zu können, habe ich den USB-Empfänger an ein USB Verlängerungskabel angeschlossen. Das Ergebnis: keine Unterbrechung der Verbindung mehr. Daraus schließe ich, dass trotz kurzer Distanz zwischen Maus und Empfänger das Monitorgehäuse als Störquelle nicht auszuschließen ist.

Alles in allem nervige, aber behebbare Herausforderungen. Von einem Produkt in dieser Preisklasse, hätte ich allerdings erwartet, dass so "triviale" Macken von der Qualitätssicherung aufgedeckt werden.

Windows Power-Ups für noch mehr Produktivität

Die Breite des Monitors ist beachtlich. Ein Detail habe ich anfangs nicht bedacht: Die Taskleiste. Sie ist nach wie vor, wenn sie unten angedockt ist, linksbündig. Das bedeutet, dass alle Icons am linken Bildschirmrand "kleben". Insbesondere der Aufruf von angehefteten Anwendungen ist nicht ideal, weil sie nicht im Fokus des Anwenders sind. Daher habe ich mich im Netz nach einem Tool umgesehen, welches die Taskbar zentriert. Das von mir nun eingesetzte Tool war schnell gefunden, ist schlank und tut, was der Name verspricht: CenterTaskbar

Die Windows Standardfunktionalität bietet das Snapping von Fenstern am Bildschirmrand, so dass eine Anwendung in halber Bildschirmgröße geöffnet wird. Das ist bei diesem Monitor für die meisten Use Cases immer noch zu groß. Daher habe ich Tool zum Segmentieren des Bildschirminhalts gesucht und ein richtig cooles Tool von Microsoft gefunden: Microsoft PowerToys . Neben der angesprochenen Funktion zum Teilen des Bildschirms in sogenannte "Fancy Zones" sind noch ein paar weitere Tools an Board: Color Picker, PowerRenamer, Keyboard Manager...

Die beiden oberen Screenshots zeigen das Hauptmenü von Powertoys sowie die Konfiguration von FancyZones. Wie darauf zu sehen ist, habe ich mir verschieden Use Cases unterschiedliche Grids angelegt. Zu 90 % nutze ich die Dreiteilung des Screens.

Online Meeting

Eine große Änderung möchte ich nicht verschweigen: Das Teilen des ganzen Bildschirms bei Online Konferenzen gehört nun der Vergangenheit an, da kaum eine Gegenstelle einen vergleichbaren Monitor besitzt. Das bedeutet, dass z.B. in Teams leider nur noch Anwendungsfenster geteilt werden können, da das Teilen von Bildschirmsektionen (wie in Zoom) so leider nicht möglich ist. Das ist unpraktisch, da ich oftmals das Zusammenspiel mehrerer Anwendungen zeigen möchte. Auch werden nicht alle Anwendungsdialoge übertragen, weil sie als eigenständige Fenster in die Anwendungen implementiert sind.

Update 13.10.2020: Online Meeting

Mit Fancy Zones habe ich mir eine Bereich eingerichtet, der einer Auflösung von 1920x1080 entspricht. Fenster, die ich in diese Zone ziehe sind dann mit entsprechendem Bildschirmverhältnis dargestellt (rechts im Screenshot). In OBS Studio habe ich eine Leinwand gleicher Größe angelegt. Als Aufnahmegerät wurde der gesamte Monitor verwendet und so auf der Leinwand platziert, dass nur die definierte Zone erscheint (Einrichtung in max. 2 Minuten abgeschlossen, wenn man sich mit OBS etwas auskennt). Außerdem wurden alle Docks in OBS deaktiviert. Für die Freigabe in Teams wähle ich dann einfach die OBS Anwendung (Links im Screenshot). OBS zeigt folglich alle in der Zone befindlichen Aktionen und Inhalte die für die Teams Freigabe erforderlich sind.

Use Cases

Ein Monitor in dieser Breite kann seine Dimension insbesondere beim parallelen Arbeiten in mehreren Anwendungen oder bei Anwendungen, die eine besonders breite Darstellung erfordern, ausspielen. Beispielsweise benötige ich beim Schreiben von Rechnungen meist drei Anwendungen: Excel, Lexoffice und den PDF XChange-Editor. Nun kann ich diese drei Anwendungen in gleicher Größe nebeneinander offen haben und muss nicht mehr zwischen Anwendungen per Alt-Tab wechseln. Aber auch in besonders großen Excel-Tabellen mit vielen befüllten Spalten oder einem Farm Management Information System (FMIS) mit GIS, kann ich nun den Überblick behalten.

Zum Schluss...

Sollten im Artikel noch Fragen offen geblieben sein, kannst Du Dich gerne an mich wenden. Gerne unterbreite ich Dir ein individuelles Angebot:

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